Misora Ozaki, die 2025 beim ARD-Wettbewerb ins Semifinale kam und zwei Sonderpreise gewonnen hat, spielt in der Kontrapunkt Klavierwerkstatt das wohl anspruchvollste Werk für Cembalo von Johann Sebastian Bach – die Goldberg-Variationen – auf dem Klavier. Da ein moderner Konzertflügel nur eine Tastatur hat, die Musik im Original aber für zwei unabhängige Manuale geschrieben ist, müssen heutige Pianisten „tricksen“ und einen speziellen, individuell neu entwickelten Fingersatz erlernen, was enorm anspruchsvoll ist. Eintritt: € 25; ermäßigt für Mitglieder € 20, für Schüler und Studierende unter 30J. € 5 Karten nur an der Abendkasse Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de
Eines der wenigen Werke, die zu Bachs Lebzeiten veröffentlicht wurden und sein einziges gedrucktes Variationenwerk für Cembalo, erhielt im blumig-spätbarocken Deutsch des Jahres 1741 folgenden Originaltitel:
Clavier-Übung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen. Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergetzung verfertiget von Johann Sebastian Bach.
Heute ist das Opus unter seinem populären Beinamen Goldberg-Variationen bekannt, was auf einen halb legendenhaften Bericht des ersten Bach-Biographen Johann Nikolaus Forkel zurückgeht. Bach habe das Werk für seinen Gönner Graf Hermann Carl von Keyserlingk in Dresden geschrieben, der an Schlaflosigkeit litt. Sein Hauscembalist, der damals noch jugendliche Bach-Schüler Johann Gottlieb Goldberg (1727-1756), sollte sie ihm vorspielen. Allerdings darf bezweifelt werden, dass der gerade einmal 14-jährige Goldberg diesem wohl anspruchsvollsten Cembalo-Werk seiner Zeit gerecht werden konnte.
Bach ging es vielmehr um nichts weniger, als ein ganz bewusst für die Nachwelt gedachtes Kompendium des gesamten barocken Musikdenkens zu schreiben, was typisch für seine letzte große Schaffensperiode war, die oftmals als Phase des „Sammeln und Sichtens“ bezeichnet wird. Anders als die meisten anderen Werke des Thomaskantors gerieten die Goldbergvariationen auch in den ersten Jahrzehnten nach seinem Tode nicht in Vergessenheit. E.T.A. Hofmann lässt seinen berühmten fiktiven Kapellmeister Kreisler (1814) die Variationen spielen, was für die weite Verbreitung des Stückes spricht, das auch Beethoven kannte und als Vorbild für seine eigenen Diabelli-Variationen geschätzt haben muss.
Das Werk basiert auf einer beliebten, in den 1740ger Jahren allerdings schon reichlich altertümlich wirkenden Form der barocken Cembalomusik, der Aria variata. Dabei wird ein schlichter zweiteiliger Tanzsatz (hier zweimal 16 Takte) im Dreiertakt in der Weise verarbeitet, dass jede der 30 Variationen das harmonische Gerüst der Aria über einer immer wiederkehrenden Linie im Bass beibehält. Anders als in vielen klassischen oder romantischen Variationswerken wird hier also keine Melodie variiert, was eine starke Verwandtschaft zur Gattung der Passacaglia unterstreicht, in der Bach auch ein zeitloses Meisterwerk für Orgel (BWV 582) schuf.
Der Gesamtaufbau ist einzigartig für seine Zeit: Jede der zehn Dreiergruppen des Werkes hat in sich einen klaren, immer wiederkehrenden Aufbau. Den Anfang macht ein Genrestück, entweder ein stilisierter Tanz oder eine andere im Barock bekannte Form wie Konzertsatz, französische Ouvertüre oder Fuge. In der Mitte folgt darauf immer eine deutlich vom virtuosen Cembalostil eines Domenico Scarlatti beeinflusste etüdenartige Komposition von besonderer spieltechnischer Komplexität, was die didaktische Ausrichtung des Werkes unterstreicht. Jeweils am Ende der ersten neun Dreiergruppen steht als Höhepunkt ein Kanon - eine besonders strenge kontrapunktische Kunstform, mit der sich Bach in seinem letzten Lebensjahrzehnt intensiv beschäftigt hat. Die neun Kanons steigern sich von Mal zu Mal im Intervallabstand, in dem die Stimmen einander folgen: Vom Kanon im Einklang (all’Unisono) über Kanons im Abstand der Sekund, Terz, Quart, Quint, Sext, Sept und Oktav bis hin zum Kanon in der None. Dort, wo man den Kanon in der Dezime erwarten würde, steht überraschenderweise ein sog. „ Quodlibet“, in dem Bach - durchaus mit Humor - mehrere Volkslieder übereinander erklingen lässt, darunter das auch heute noch bekannte „Kraut und Rüben haben mich vertrieben“. Bodenständiges und höchste künstlerisch-intellektuelle Verfeinerung geben sich hier die Hand, wobei der Hörer niemals das Gefühl von mühevoller kompositorischer Schwerstarbeit hat.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nahezu alle wichtigen Formen des überreichen barocken Musikkosmos in diesem wohl bedeutendsten Variationswerk exemplarisch behandelt werden. Bach spürte mit Sicherheit, dass diese Periode der Musikgeschichte als deren Vollender er sich begriff, ihrem Ende zuging und er dazu berufen war, hierfür einen denkbar würdigen Ausklang zu schaffen.
Noch eine Anmerkung zur Klaviertechnik: Da ein moderner Konzertflügel nur eine Tastatur hat, liegt eine besondere Schwierigkeit und Herausforderung darin, die im Original für zwei unabhängige Manuale geschriebene Musik auf einer einzigen Klaviatur zu spielen, was nur durch Überkreuzung bzw. Verschränkung der Hände und einen speziellen, individuell neu entwickelten Fingersatz möglich ist.
Die Künstlerin:
Misora Ozaki (*1996) begann im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen. Sie hatte ihr Orchesterdebüt im Alter von 12 Jahren mit der polnischen Philharmonie Krakowska (Klavierkonzert Nr. 2 von Saint-Saëns) und im folgenden Jahr hatte sie ihr erstes Solokonzert in Tokio. Seitdem trat sie mit zahlreichen Orchestern auf, darunter dem Minnesota Orchestra, dem Estnischen National Symphony Orchestra, der Poland Philharmonia Krakowska, dem Japan Philharmonic Orchestra und dem Tokyo Philharmonic Orchestra. In den letzten Jahren gab sie Konzerte in Deutschland, Österreich, England, den Niederlanden, Polen, Norwegen und in Japan. Die Möglichkeiten der Klaviermusik wurden im 20. Jahrhundert um ein vielfaches erweitert. Die Pianistin Misora Ozaki widmet sich dem Kosmos des Klaviers in der zeitgenössischen Musik, ihr Repertoire umfasst jedoch ein breites Spektrum vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Seit 2018 studiert Misora Ozaki an der Hochschule für Musik und Theater München Klavier bei Prof. Antti Siirala und seit 2023 auch Hammerklavier bei Prof. Christine Schornsheim. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, z. B. 1. Preis und den Publikumspreis im 15. Internationalen Klavierwettbewerb MozARTe in Aachen (2019), den 1. Preis beim Steinway Förderpreis Klassik in München (2023), 3. Preis und Isang Yun Preis beim Orléans International Klavierwettbewerb in Frankreich (2024) und 2025 beim ARD-Wettbewerb erreichte sie das Semifinale und gewann sowohl den Ravel-Sonderpreis als auch den Carl-Bechstein-Sonderpreis. Sie erhielt auch den Musikförderungspreis in Ingolstadt vom Konzertverein. (2024). 2022 wurde sie ausgewählt, an der Meisterklasse von Murray Perahia teilzunehmen, die vom G. Henle-Verlag in München organisiert wurde. Im selben Jahr gab sie ein Solokonzert mit Bachs Goldberg-Variationen.
Kirche St. Wolfgang Obermenzing, Pippinger Str. 49a
Foto: Barbara Burgdorf
Unser Publikum darf sich bei den Konzerten des Schumann Quartetts stets doppelt freuen: Zum einen auf die spieltechnische und interpretatorische Brillanz der Darbietung und zum anderen auf ein exquisites Programm. Beim Konzert am 7. Juni kommt die wundervolle Spielstätte hinzu, die alte Dorfkirche St. Wolfgang mit ihrer authentischen gotischen Ausstattung und ihrer hervorragenden Akustik.
Auf dem Programm stehen Franz Schubert, Streichquartett Nr. 13 a-Moll D 804 „Rosamunde“ Benjamin Britten, Streichquartett Nr. 2 C-Dur op. 36.
Das Schumann Quartett München spielt seit seiner Gründung 1994 in unveränderter Besetzung mit Barbara Burgdorf, 1. Violine, Traudi Pauer, 2. Violine, Stephan Finkentey, Viola, und Oliver Göske, Cello. Alle sind sie langjährige Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters, Barbara Burgdorf als Konzertmeisterin und Stefan Finkentey als stellvertretender Solobratscher. Seither folgten Einladungen zu Konzerttourneen und Festivals in Europa, Japan und den USA. Das Ensemble widmet sich, neben dem weit gefächerten gängigen Quartett-Repertoire, selten zu hörenden Kompositionen sowie Uraufführungen und experimentellen Werken.
Eintritt: 28 €, ermäßigt für Mitglieder 23 €, für Schüler und Studierende unter 30 J. 10 €. Karten nur an der Abendkasse. Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de.
Das Musikleben in Wien im frühen 19. Jahrhundert war stark geprägt von den großen „Wiener Klassikern“ Haydn, Mozart und Beethoven. Als Geiger und Bratscher im Orchester des Wiener Stadtkonvikts und im häuslichen Streichquartett lernte Franz Schubert deren Symphonien und Quartette kennen. Bereits als Dreizehnjähriger schrieb er 1810 sein erstes Streichquartett, neun weitere komponierte er bis 1816 für das Familienquartett, bevor eine längere Pause folgte.
Im Winter 1822/23 an Syphilis erkrankt, schrieb Schubert am 31. März 1824 an seinen Freund Leopold Kupelwieser, der damals gerade in Rom war: „Denk Dir einen Menschen, dessen Gesundheit nie mehr richtig werden will ... dessen glänzendste Hoffnungen zu Nichte geworden sind, dem das Glück der Liebe u. Freundschaft nichts biethen als höchstens Schmerz, dem Begeisterung (wenigstens anregende) für das Schöne zu schwinden droht, und frage Dich, ob das nicht ein elender, unglücklicher Mensch ist? - ,Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer, ich finde sie nimmer u. nimmermehr', so kann ich jetzt wohl alle Tage singen, denn jede Nacht, wenn ich schlafen geh, hoff ich nicht mehr zu erwachen, u. jeder Morgen kündet mir nur den gestrigen Gram“. Im selben Brief spricht er aber auch von einer erstaunlichen Willenskraft: „In Liedern habe ich wenig Neues gemacht, dagegen versuchte ich mich in mehreren Instrumentalsachen, denn ich componirte zwei Quartette für Violinen, Viola und Violoncello und ein Octett, und will noch ein Quartett schreiben; überhaupt will ich mir auf diese Art den Weg zur großen Sinfonie bahnen.“
Bei den beiden bereits fertiggestellten Quartetten handelt es sich um die großen Streichquartette a-Moll D 804 „Rosamunde“ und d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“, die bei einer fast symphonischen Anlage Schuberts Stimmungssschwankungen erkennen lassen.
So wird gleich im ersten Satz das verzweifelte Moll-Thema in Dur wiederaufgegriffen, wie ein Moment des Trostes. Die einleitende Ostinato-Figur der zweiten Violine erinnert, verstärkt durch die pochenden Unterstimmen, an die Klavierstimme von „Gretchen am Spinnrade“, deren erste Zeilen „Meine Ruh ist hin, mein Herz ist schwer“ Schubert in obigem Brief zitiert.
Wie bei „Der Tod und das Mädchen“ hat sich Schubert im 2. Satz von einer eigenen früheren Komposition inspirieren lassen, der Beginn des Andante ist ein fast wörtliches Zitat aus seiner Schauspielmusik zu "Rosamunde, Fürstin von Zypern" D 797 vom Herbst 1823. Auch der Beginn des Menuetts entstammt einer eigenen Liedkomposition, der sehnsuchtsvollen Schiller-Vertonung „Die Götter Griechenlands“ D 677, die mit der Frage beginnt: „Schöne Welt, wo bist du?“ Die im Lied direkt folgende Antwort "Kehre wieder, holdes Blütenalter der Natur" gibt im Quartett erst die Dur-Wendung des Trios, unterstützt von dudelsackartigen Bässen.
Durch das Umschwenken nach Moll und die von abrupten Ausbrüchen „gestörte“ überwiegend leise Dynamik wirkt auch die Dur-Fröhlichkeit des Finalsatzes gemäßigt.
Das „Rosamunde“-Quartett war dem damals absolut konkurrenzlosen Schuppanzigh-Quartett gewidmet, dessen Erstaufführung 1824 begeistert aufgenommen wurde. Es ist auch das einzige Quartett, das zu Lebzeiten Schuberts, der 1827 mit nur 31 Jahren starb, gedruckt wurde.
Benjamin Britten, 1913 in Lowestoft in Suffolk geboren, komponierte bereits seit seinem 9. Lebensjahr, unter anderem Werke für Streichinstrumente, die er den Talenten in seiner Familie – sein Bruder Robert spielte Violine – anpasste. 1927 kam er zum Kompositions- und Viola-Unterricht zu Frank Bridge, der nicht nur sein Lehrer, sondern auch ein lebenslanger Freund werden sollte. Dieser eröffnete ihm die Musik der zeitgenössischen Meister des europäischen Kontinents, u.a. die von Alban Berg. Bei seinem späteren Lehrer John Ireland am Royal College of Music in London scheint er nach eigener Aussage „nicht gerade viel gelernt zu haben." Wie die Oper „Peter Grimes“, mit der die Sadler’s Wells Opera Company ihr Theater nach dem Zweiten Weltkrieg am 7. Juni 1945 wiedereröffnete, und Brittens bekanntestes Orchesterwerk „The Young Person’s Guide to the Orchestra“, mit dem Untertitel „Variations and Fugue on a Theme ofPurcell“, entstand auch sein 2. Streichquartett im Jahr 1945, drei Jahre nach der Rückkehr aus den USA, wohin der erklärte Pazifist 1939 ausgewandert war. Im Juli war Britten gemeinsam mit Yehudi Menuhin auf einer Tournee durch die britische Besatzungszone, die auch Konzerte vor den Überlebenden deutscher Konzentrationslager, wie etwa Bergen-Belsen, einschloss. Erst kurz vor seinem Tod teilte er dem Sänger und sehr guten Freund Peter Pears mit, dass eigentlich alles, was er danach geschrieben hat, davon geprägt sei. Das Streichquartett Nr. 2 in C op. 36 wurde am 21. November 1945, dem 250. Todestag von Henry Purcell, der für Britten besonders wichtig war, durch das Zorian Quartett in der Wigmore Hall uraufgeführt.
Gleich der Beginn des ersten Satzes erinnert an Purcells „Fantasia Upon One Note“. Über einem Orgelpunkt der Viola, der später in Violoncello und Viola auftrittt, spielen die anderen Stimmen eine Melodie in Oktaven. Dieses Werk war ein weiterer Programmpunkt am 21. November 1945 und findet sich auch bei der ersten Schallplattenaufnahme von op. 36 wieder, bei der Britten selbst die Viola spielte. Dieser eher langsame Satz stellt drei durch das Intervall einer aufsteigenden Dezime motivisch miteinander verbundene kontrastierende Themen vor, die dann in der kurzen Durchführung verarbeitet werden. Die konzentrierte Reprise bringt dann alle drei Themen gleichzeitig. Das anschließende energische Scherzo ist eine schnelle Art Tarantella, bei der alle Streicher con sordino spielen.
Den Schlusssatz betitelt Britten mit „Chacony“, diese Satzbezeichnung findet sich auch öfter bei Henry Purcell. Eine Chaconne, manchmal auch Passacaglia genannt, ist ein Variationssatz über einem ostinaten Bassmodell. Nach einem unisono gespielten Thema mit der typischen Betonung auf die Zählzeit 2 des Dreiertaktes folgen zunächst sechs harmonische Variationen, die von einer Kadenz des Violoncellos abgelöst werden. Weiteren sechs eher rhythmisch geprägten Variationen und einer Kadenz der Viola folgen sechs kontrapunktische Variationen, und nach der Kadenz der Violine 1 beschließen die letzten drei Variationen diesen Satz und somit das gesamte Streichquartett.
Musiker:
Das aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsorchesters bestehende Schumann Quartett spielt seit seinem Gründungsjahr 1994 in unveränderter Besetzung. Mit seiner Interpretation von Béla Bartóks frühem Klavierquintett und Arnold Schönbergs 2. Streichquartett mit Sopran erregte es schon damals großes Aufsehen und folgte Einladungen zu Konzerttourneen und Festivals in Europa, Japan und den USA. Die enge Zusammenarbeit mit Sängern und Komponisten ermöglicht es dem Ensemble, neben dem weit gefächerten gängigen Quartett Repertoire, selten zu hörende Werke sowie Uraufführungen und experimentelle Werke zur Aufführung zu bringen, die über die reine Tonsprache hinaus, Video- und Sprachkunst vereinen.
Barbara Burgdorf ist Konzertmeisterin des Bayerischen Staatsorchesters und studierte bei Ulf Hoelscher, Dorothy DeLay und Rainer Kußmaul. Über die Leidenschaft für die Kammermusik hinaus, die sie in Studien bei Streichquartetten wie dem Melos Quartett, Julliard Quartett, Cleveland Quartett und Guarneri Quartett vertiefen konnte, wurde sie als Solistin mit zahlreichen Preisen, wie z.B. beim Internationalen Violinwettbewerb Premio Rodolfo Lipizer (Italien) und für Barockgeigenspiel mit dem Festspielpreis der Münchner Opernfestspiele 1997 und 2007 ausgezeichnet.
Traudi Pauer studierte nach dem Abitur an der Münchner Musikhochschule Schulmusik und Violine. Nach dem Staatsexamen und künstlerischen Diplom war sie Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie, der deutschen Kammerakademie und des Münchner Bachkollegiums. Nach einem einjährigen Gastvertrag bei den Münchner Philharmonikern wurde sie 1996 Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters.
Stephan Finkentey ist aus der Freiburger Violaklasse von Ulrich Koch hervorgegangen. Seit 1988 hat er die Stelle eines Stellvertretenden Solobratschers im Bayerischen Staatsorchester inne. Während seines Studiums erhielt er den Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim/Ruhr.1984 erspielte er sich in Siena/ Italien den Premio Guido Chigi Saracini.
Oliver Göske studierte bei Klaus Storck in Hannover und Wolfgang Böttcher in Berlin. Er war Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie, ist Cellist des Schubert-Kammerensembles und seit 1989 beim Bayerischen Staatsorchester engagiert.
Am Freitag, 19. Juni 2026 um 19 Uhr ist die Vernissage der Ausstellung mit Bildern von Stefanie Müller und Daniel Schüßler
Ausstellung in der Unterkirche von St. Raphael, Lechelstraße 52/Ecke Waldhornstraße München-Hartmannshofen
Mit Bildern von Stefanie Müller und Daniel Schüßler
Ein großer Teil unserer gemeinsamen Arbeit findet unter freiem Himmel statt. In der Auseinandersetzung mit der Pleinairmalerei haben wir bereits einige traditionsreiche Orte besucht, wie beispielsweise Westkapelle und DenHaag in den Niederlanden, die Lombardei in Oberitalien oder das Würmtal im Münchner Westen.
In unserer Arbeit spielt nicht nur die zeitgenössische Rezeption und Wiedergabe der Natur eine besondere Rolle, sondern auch der künstlerische Dialog zwischen einander und die gemeinsame bildnerische Auseinandersetzung mit der erlebten Landschaft. Die Arbeit in der Natur bietet uns die Möglichkeit, sich mit ihr zu verbinden, Zeit erfahrbar zu machen und Räume in Flächen zu übertragen.
Die Ausstellung geht vom 20.06.2026 bis 5.07.2026. Die Öffnungszeiten sind samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter ist die Kirche St. Raphael in Kooperation mit dem Kulturforum München-West e.V. Kuratoren: Irene Bauer-Conrad, Fabian Vogl
Besonders wichtig erscheint uns dabei die Idee des künstlerischen Diskurses mit der Landschaft als Instrument der Erkundung, der Selbst- und Welterkenntnis. Entlehnt ist diese Kulturtechnik von den Künstlerinnen und Künstlern, die bereits im 19.Jahrhundert versucht haben, der dynamischen Gegenwart der industriellen Revolution etwas entgegensetzten. Jetzt, zu Beginn des 21.Jahrhunderts, in dem die digitale Revolution Wirklichkeit wird und ein Großteil der Menschen ihr Leben online verbringen, sehen wir unsere Hinwendung zur Landschaftsmalerei und unsere Arbeit im Naturraum als Möglichkeit, sich seiner Selbst rückzuversichern, sich zu verorten und in einem Zeitalter der Beschleunigung den Überblick zu behalten.
Vita Stefanie Müller:
Foto. Stefanie Müller
*1978 in Aalen
lebt und arbeitet in Herrsching
Ausbildung
1998 – 2004
Studium der Philosophie an der Hochschule der Philosophie München, Magister Artium
2005 – 2011
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München Prof. Albert Hien
Ab 2016
Kunstpädagogin am Otto–von–Taube–Gymnasium Gauting
Vita Daniel Schüßler:
Foto: Daniel Schüßler
*1976 in München
lebt und arbeitet in Herrsching
Ausbildung
10/2002 – 07/2009
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München
10/2002 – 07/2005
Prof. Nikolaus Lang, Klasse für Malerei, insbesondere Gestalten von Kunst- und Kulträumen
10/2005 – 07/2008
Klasse Prof. Nikolaus Gerhart, Klasse für Bildhauerei
02/2009
Diplom (alte Studienordnung) bei Prof. Nikolaus Gerhart
10/2019 – 02/2020
Studium an der Akademie der Bildenden Künste, München Klasse Prof. Olaf Nicolai Bildhauerei und Grundlagen des dreidimensionalen Gestaltens
02/2020
Diplom (neue Studienordnung) bei Prof. Olaf Nicolai
10/2021
Studium der Kunstpädagogik Klasse Quereinstieg bei Prof*in Dr. Ursula Rogg
Ernste Musik, leichte Musik, von der Klassik bis zur Moderne – äußerst vielseitig und gekonnt musiziert sich das Trio Arte Tonal durch verschiedene Musikstile. Mit Jinny Lee, Simon Zehentbauer und Elisabeth Vogl verschmelzen Klarinette, Horn und Fagott zu einem ebenso interessanten wie reizvollen Holzbläser-Ensemble, das abwechslungsreiche und spannende Konzerte präsentiert.
Auf dem Programm stehen beliebte Werke von Antonín Dvořak und Gioachino Rossini aber auch neu zu Entdeckendes von Nikolaus-Albert Schaffner, Sergei Prokofjew und Klaus Wallendorf.
Eintritt: €25, ermäßigt für Mitglieder €20, Schüler u. Studenten unter 30J. €5. Anmeldungen empfohlen unter info@kammermusik-pasing.de
Eine Veranstaltung des Kulturforums München-West e.V.
Damit dieses wunderbare Holzbläserensemble nicht „ins Wasser fällt“, findet das Konzert bei Regen in der Kleinen Bühne der Pasinger Fabrik (August-Exter-Straße 1)statt – zumindest für die ersten 90, die sich anmelden. Regentelefon am 27.6. ab 17:30h: 0170-9350701
So. 11.10.2026, 19h: Mirko Kegel (Klavier) spielt L. van Beethoven, F. Schubert, A. Skrjabin; Kontrapunkt Klavierwerkstatt
So. 15.11.2026, 19h: Cellissimo mit Wen-Sinn Yang und Studenten seiner Meisterklasse; MVHS Pasing
Sa. 09.01.2027, 19h: Winterreise von F. Schubert mit Gerold Huber (Klavier) und NN (Gesang); MVHS Pasing
So. 10.01.2027, 19h: Winterreise von F. Schubert mit Gerold Huber (Klavier) und NN (Gesang); MVHS Pasing
So. 20.02.2027, 19h: Jakob Spahn (Cello) und Jonathan Aner (Klavier) spielen L. van Beethoven, F. Mendelssohn-Bartholdy, P. Ben-Haim, N. Boulanger, B. Martinů; MVHS Pasing
So. 07.03.2027, 19h: Aimar Tobalina (Geige) und Luis Gonzalez (Klavier) spielen M. de Falla, L. van Beethoven, M. Ravel; MVHS Pasing
So. 11.04.2027, 19h: Yun-Ling Keng (Klavier) spielt J.S. Bach, M. Ravel, N. Kapustin, L. van Beethoven, J. Brahms, D. Suesse, F. Chopin; Kontrapunkt Klavierwerkstatt
Sollten Sie unter Krankheitssymptomen leiden, bleiben Sie bitte der Veranstaltung fern. Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de . Die Teilnahme ist dann nur nach erfolgter Bestätigung möglich.