Aktuell

Willkommen bei der Kammermusik Pasing!

Kammermusik in Pasing ist eine Veranstaltungsreihe des Kulturforum München-West e.V.

Aktuelle Veranstaltungen


Klaviersonaten mit Chanwon Park

Kontrapunkt Klavierwerkstatt, Dorfstr. 39/ Hofgebäude, M-Obermenzing

Foto: ©Studio Picture Seoul

Das erste Konzert der neuen Saison gestaltet der junge, fantastische Pianist Chanwon Park in der Kontrapunkt Klavierwerkstatt. Wir sind ihm sehr dankbar, dass er für den kurzfristig verhinderten Mirko Kegel einspringen konnte, mit einem Programm, das er ähnlich vor kurzem im Rahmen von Nymphenburg Klassik gespielt hat.

Programm:
Wolfgang Amadeus Mozart, Fantasie d-moll, KV 397
Ludwig von Beethoven, Sonate in A-Dur op. 101
Robert Schumann, Kreisleriana, Fantasien für das Pianoforte, op. 16

Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10
Karten nur an der Abendkasse
Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de

Zum Programm:
Mozarts Fantasie in d-Moll (KV 397) entstand 1782 und blieb bei seinem Tod unvollendet. Dennoch zählt sie zu Mozarts beliebtesten Klavierstücken.

Die letzten zehn Takte des Werks stammen wahrscheinlich von einem gewissen August Müller, einem Bewunderer Mozarts. Dieser Schluss tauchte erstmals 1806 – etwa ein Jahrzehnt nach Mozarts Tod – in einer nicht autorisierten Druckausgabe auf. Genau diese Fassung ist es, die man heute bei Aufführungen des Stücks am häufigsten zu hören bekommt.

Es handelt sich um eines jener Werke Mozarts, die erst nach seinem Tod bekannt wurden, da sie zu seinen Lebzeiten nicht veröffentlicht wurden. Die Datierung auf das Jahr 1782 beruht auf einer stilistischen Einordnung im Vergleich zu anderen Werken des Meisters, der sich zu jener Zeit intensiv mit der Komposition und dem Studium barocker Musik, v.a. Bach und Händel, beschäftigte.

Was die Gattung betrifft, so sind Fantasien Kompositionen im Stil einer Improvisation. Sie sind formal sehr frei gestaltet und folgen keinen festen Strukturen wie etwa denen eines Menuetts oder einer Sonate. Bisweilen dienen sie als Einleitung zu einer Fuge, eine Kombination, die insbesondere von Bach, aber auch von Mozart selbst gepflegt wurde.


Beethovens Sonate A-Dur op. 101 von 1816ist ein Übergangswerk von der mittleren Schaffensperiode hin zu seiner bereits auf die Romantik hinweisenden Spätzeit. Zu diesem Zeitpunkt hatte Beethoven sein Gehör so gut wie vollständig verloren und sein Gesundheitszustand begann sich - nicht zuletzt durch intensiven Alkoholkonsum - rapide zu verschlechtern.

Das Werk beginnt nicht wie üblich mit einem brillanten Allegro, sondern mit einem „etwas lebhaft und mit der innigsten Empfindung“ bezeichneten relativ kurzen und lyrisch-introvertierten ersten Satz in stark individualisierter Sonatensatzform.

Der zweite Satz („Lebhaft, marschmäßig“) vertritt, obwohl in geradem Takt stehend, die Funktion eines Scherzos und steht in der relativ weit entfernten Tonart F-Dur. Hinter der äußerlich klassischen dreiteiligen Scherzo-Trio-Form verbergen sich zahlreiche für die damalige Zeit geradezu ungeheuerlich kühne harmonische und satztechnische Eigenheiten.

Der dritte Satz in a-Moll („Langsam und sehnsuchtsvoll“) ist formal weitgehend frei gestaltet und nimmt Richard Wagners spätere Idee einer „unendlichen Melodie“ vorweg. Zwar ist der Satz kurz und wirkt fast wie eine Einleitung zum darauffolgenden Finale, doch spiegelt er exemplarisch Beethovens tiefgreifenden stilistischen Wandel der Jahre ab 1816 wieder.

Der extrovertierte und klaviertechnisch zuweilen fast orchestral wirkende letzte Satz („Geschwind, doch nicht zu sehr“) ist wieder in Sonatensatzform gehalten und bringt einen plötzlichen, radikalen Stimmungsumschwung. Besonders zu beachten ist eine ausgewachsene Fuge im Durchführungsteil, eine Gattung, die in Beethovens Spätstil eine zentrale Rolle spielen sollte.

„Kreisleriana“ heißen die acht Fantasie-Stücke op. 16, die Robert Schumann 1838 in wenigen Tagen rauschhaft zu Papier brachte. Er widmete diesen Klavierzyklus, der ursprünglich nur den schlichten Titel „Phantasien für das Pianoforte“ tragen sollte, nicht seiner geliebten zukünftigen Ehefrau Clara, sondern Frédéric Chopin, der das Werk allerdings monatelang unbeachtet ließ und lediglich die Schönheit der Titelvignette lobte.
In einem Brief schrieb Schumann allerdings an die damals bereits international als Pianistin berühmte Clara: „Kreisleriana will ich es nennen, in denen Du und ein Gedanke von Dir die Hauptrolle spielen.“
Der Titel bezieht sich auf eine bedeutende literarische Figur von E.T.A. Hoffmann (1776-1822): Einen exzentrischen Kapellmeister namens Johannes Kreisler, der nichts weniger als ein fiktives Siegelbild des Dichters ist. Schumann inspirierte diese Figur zu einer Musik, die nichts humoristisch Bizarres hat, sondern mehrere Jahrzehnte vor Sigmund Freuds bahnbrechenden Schriften in die dunklen Tiefen der menschlichen Psyche eintaucht und finster, verzweifelt, gar nihilistisch im pianissimo possibile endet.
Das etwa halbstündige Werk besteht aus acht Einzelstücken stark kontrastierenden Charakters, die jedoch durch klare tonale Verwandtschaft miteinander in Verbindung stehen. (Sechs der acht Stücke stehen in g-moll bzw. B-Dur, die restlichen zwei in quintverwandten Tonarten.) Die sich zwischen den Sätzen entsprechende Rhythmik und Metrik verleiht dem Gesamtkonzept einen klaren Rahmen. In den Sätzen 1–3 und 6–8 ist das Hauptthema jeweils auftaktig gestaltet, wohingegen die beiden anderen Sätze durch starke Punktierungen gekennzeichnet sind, was durchaus Assoziationen an neu gedachte barocke Tanzmusik hervorruft. Alle Sätze mit Ausnahme des umfangreichen rondoartigen zweiten haben eine oberflächlich betrachtet schlichte dreiteilige ABA-Form, wodurch eine zyklische Geschlossenheit entsteht.
Die Musik verkörpert durchaus autobiographisch Schumanns eigene gespaltene Künstlerpersönlichkeit, die er selbst oft durch seine fiktiven Alter Egos Florestan (stürmisch, leidenschaftlich, extrovertiert) und Eusebius (träumerisch, zart, introvertiert) ausdrückte.
Nach gegenwärtigem Forschungsstand litt Robert Schumann tatsächlich unter einer psychischen Krankheit, die heute als bipolare Störung (auch manisch-depressiv) bezeichnet wird und durch heftige, extrem schwankende Gemütszustände gekennzeichnet ist. Zusammen mit den Spätfolgen einer Syphilis sowie einem wahrscheinlichen Alkohol-Delir führte diese Veranlagung zu einem vollständigen seelisch-körperlichen Zusammenbruch und dem viel zu frühen Tod mit nur 46 Jahren in der Nervenheilanstalt Endenich.

Zum Pianisten:
Chanwon Park, geboren 2002 in Seoul, Südkorea, begann im Alter von elf Jahren mit dem Klavierspiel. Er absolvierte die renommierten koreanischen Musikschulen Yewon School und Seoul Arts High School. Anschließend studierte er an der Seoul National University, wo er bei einigen der renommiertesten Wettbewerbe Koreas, darunter dem JoongAng Music Concours, dem KBS KEPCO Music Competition und dem Sungjeong Music Competition, erste Preise und Auszeichnungen erhielt.
International gewann er den zweiten Preis beim Young Virtuosos International Competition in Sofia und erreichte die Hauptrunde des Leeds International Piano Competition in Großbritannien.
Er trat bei zahlreichen internationalen Musikfestivals auf, darunter beim Amalfi Music Festival in Italien und beim Kaohsiung Music Festival in Taiwan. In München ist er außerdem als Solist bei den Residenzsolisten München tätig und hat bereits zahlreiche Klavierabende sowie Konzerte mit Orchester gegeben.
Nach seinem Abschluss an der Seoul National University absolviert er derzeit ein Masterstudium an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Adrian Oetiker.

Cellissimo! – Wen-Sinn Yang and Friends

Aula des Karlsgymnasiums, Am Stadtpark 21, M-Pasing

Wen-Sinn Yang, ©wildundleise.de

Zusammen mit dem Förderverein des Karlsgymnasiums laden wir Sie ein zu einem Cello-Fest mit dem renommierten Cellisten Wen-Sinn Yang und fünf herausragenden jungen Talenten aus verschiedenen Ländern: Yung-Tzu Wang, Alex Lau, Tzu-Shao Chao, Sarah Moser und Balázs Dolfin. Gemeinsam präsentieren sie ein faszinierendes Programm mit Werken von Edvard Grieg, Gioachino Rossini, Antonín Dvořák, Manuel de Falla und anderen – voller Leidenschaft, Virtuosität und kammermusikalischer Spielfreude. Ein Programm, das die ganze Klangvielfalt des Violoncellos erlebbar macht.

Wir freuen uns, dass dieses Konzert in der neuen Aula des Karlsgymnasiums stattfinden kann. Dieser Neubau ist sehr gelungen und er bietet – neben einer hervorragenden Akustik – auch etwas mehr Platz für die Konzertbesucher. Ermöglicht haben das unser Mitveranstalter, der Förderverein des Karlsgymnasiums, sowie Herr Oberstudiendirektor Dr. M. Ludolph.

Eintritt: € 28; ermäßigt für Vereins-Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 5
Karten nur an der Abendkasse
Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de

Wen-Sinn Yang, gefeierter Weltstar und seit 2004 Professor für Cello an der Hochschule für Musik und Theater in München, gilt als einen der vielseitigsten Cellisten der Gegenwart. Neben seinem Wirken als international geschätzter Solist unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Shiao-Chia Lü, Grzegorz Nowak, Daniel Klajner, Yukata Sado oder Michael Hofstetter und mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Shanghai Symphony, dem NHK Tokyo, dem Royal Philharmonic Orchestra London und dem Russischen Staatsorchester Moskau, ist Wen-Sinn Yang auch ein begehrter Kammermusikpartner. Sein breitgefächertes Repertoire ist auf über 30 CDs dokumentiert.

Programm:
Edvard Grieg, Holberg-Suite Opus 40
Gioacchino Rossini, Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“
Antonín Dvořák, Slawischer Tanz Opus 72 Nr.2
David Popper, Polonaise de Concert Opus 14
Viktor Herbert, Yesterthoughts, Ghazel und Punchinello
Fazil Say, Alla Turca Jazz
George Bizet, Carmen-Fantasie
Manuel de Falla, Suite populaire Espagnole
Enrique Mario Francini, La vi llegar
Wilhelm Kaiser-Lindemann, Bossa nova und Mambo für 6 Celli

Wege zur neuen Spielstätte

Das Karlsgymnasiums ist ab Pasing Bahnhof sehr gut mit MVV-Bussen zu erreichen:
Bus 160  (-> Waldfriedhof), Halt: Avenariusplatz, 5 Minuten Fußweg
Bus 56 (-> Fürstenried West), Halt Engelbertstraße, 11 Min. Fußweg durch den Park
Bus 57 (-> Laimer Platz), Halt Engelbertstraße, 11 Min. Fußweg durch den Park
Bus 259 (-> Martinsried), Halt Planegger Straße, 9 Min. Fußweg durch den Park

Veranstalter:

Förderverein des Karlsgymnasiums 

Kammermusik in Pasing  

Winterreise von Franz Schubert

Samstag 09.01.2027, 19:00 Uhr und
Sonntag 10.01.2027, 19:00 Uhr

Münchner Volkshochschule (MVHS), Bäckerstr. 14, M-Pasing

Isabel Grübl. © Antje Wiech
Gerold Huber, © GWarbeck

Auch das Jahr 2027 beginnen wir mit Schuberts Winterreise, diesmal schon zum 12. Mal. Aber diesmal ist die Besetzung ungewöhnlich. Seit 2016 singt zum ersten Mal wieder eine Frau diesen Liederzyklus in unserer Reihe: die Mezzosopranistin Isabel Grübl. Die in Nürnberg geborene Sängerin ist für ihr besonderes und dunkles Timbre bekannt und konzertierte bereits mit namhaften Orchestern, wie der Kammerphilharmonie Ingolstadt, dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg, dem Detmolder Kammerorchester und den Bamberger Symphonikern. Auch im Konzertbereich ist sie deutschlandweit und darüber hinaus unterwegs, dabei reicht ihr Repertoire vom Barock bis hin zu zeitgenössischen Werken. Begleitet wird sie am Klavier von dem bekannten und kongenialen Liedbegleiter Gerold Huber.

Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10
Karten nur an der Abendkasse
Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de

Jakob Spahn und Jonathan Aner

Münchner Volkshochschule (MVHS), Bäckerstr. 14, M-Pasing

Foto: Jakob Spahn

2019 spielten Jakob Spahn und Jonathan Aner sämtliche Sonaten für Klavier und Violoncello von Ludwig van Beethoven in unserer Reihe. Natürlich steht im Beethoven-Jahr 2027 (200. Todestag) auch wieder ein Werk dieses Meisters auf der Liste, aber diesmal sind fünf weitere Komponisten in einem abwechslungsreichen Programm vertreten.
Jakob Spahn war Stipendiat der „Karajan-Akademie“ bei den Berliner Philharmonikern, hat verschiedene Wettbewerbe gewonnen und kam 2011 als Solocellist zur Bayerischen Staatsoper. Konzertreisen führten ihn durch Europa, Asien, Nord-und Südamerika. Als Professor lehrt er an der Musikhochschule Nürnberg und gibt regelmäßig Meisterkurse bei renommierten Festivals.

Foto: Felix Broede

Der Pianist Jonathan Aner trat im In- und Ausland mit führenden Orchestern auf, war Gast bei verschiedenen Festivals und konzertierte als Solist oder mit Kammermusik-Ensembles in Europa, Asien und Australien. 2024 erhielt er den Opus Klassik Preis. Seit 2010 ist er Professor für Klavierkammermusik und Leiter des Zentrums für Kammermusik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

Programm:
Ludwig van Beethoven, Zwölf Variationen über das Thema „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Mozarts 'Zauberflöte', Op.66 für Cello und Klavier
Felix Mendelssohn-Bartholdy, Sonate Nr.1 B-Dur, op.45 für Cello und Klavier
Paul Ben-Haim, Drei Lieder ohne Worte op.30 für Violoncello und Klavier
Nadia Boulanger, Trois pièces für Violoncello und Klavier
Bohuslav Martinu, Cellosonate No.3 H.340 für Violoncello und Klavier

Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10
Karten nur an der Abendkasse
Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de

Aimar Tobalina (Geige) und Luis Gonzalez (Klavier)

Münchner Volkshochschule (MVHS), Bäckerstraße 14, M-Pasing

Wir haben ein „tolles Duo“ (Paola De Piante Vicin) engagieren können:
Luis Gonzales Llado
, geboren in Madrid, studiert seit 2025 in der Meisterklasse der Hochschule für Musik und Theater München Neue Musik mit dem Hauptfach Klavier bei Prof. Adrian Oetiker.
Aimar Tobalina Llamas (Geige) studiert ebenfalls in der Meisterklasse, allerdings an der Sibelius Akademie der University of the Arts in Helsinki.
Die beiden haben für dieses Konzert ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt:

Johannes Brahms (1833-1897)

Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 Op. 100 in A-Dur (1886)

Arnold Schönberg (1874-1951)
Phantasy for Violin with Accompaniment of the Piano Op. 47 (1949)

Joaquín Turina (1882-1949)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 Op. 82 in G-Dur "Sonata española" (1934)

Maurice Ravel (1875-1937)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 M. 77 in G-Dur (1927)

Eintritt: € 28; ermäßigt für Mitglieder € 23, für Schüler und Studierende unter 30J. € 10
Karten nur an der Abendkasse.
Reservierung empfohlen unter: info@kammermusik-pasing.de

© Fabrice Lalloz

Aimar Tobalina (* 2003) ist ein spanischer Geiger, der in Helsinki lebt und wirkt. Dort absolviert er derzeit sein Masterstudium an der Sibelius-Akademie bei Réka Szilvay und Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch. Nach seiner Ausbildung in Bilbao bei Carmen Gutiérrez und Laura Delgado schloss er 2024 sein Bachelorstudium in Finnland ab. Er war Gründungsmitglied des Ainola Quartets, mit dem er bei renommierten Festivals auftrat und 2025 das Finale des Internationalen Kammermusik-Wettbewerbs Antón García Abril erreichte. Seine kammermusikalische Tätigkeit reicht von Schubert, Schostakowitsch und Ligeti bis hin zu zeitgenössischen Werken und Uraufführungen. Als Orchestermusiker wirkte er als Konzertmeister des Helsinki Metropolitan Orchestra sowie des Orquesta de la Catedral von Bilbao und arbeitet regelmäßig mit der Tapiola Sinfonietta zusammen. Wichtige Impulse erhielt er in Meisterkursen bei Musikern wie Christian Tetzlaff, Kerson Leong und Mario Hossen. Zudem wirkte er an verschiedenen Tonaufnahmen mit, darunter ein Album mit Werken von David del Puerto.

© Davis Sliecans

Luis González, geboren 2000 in Madrid, ist ein spanischer Pianist. Musikalisch wurde er zunächst von seinem Vater, Luciano González Sarmiento, geprägt, bevor er seine pianistische Ausbildung bei Javier Negrín in Madrid fortsetzte. 2019 zog er nach München, um an der Hoch­schule für Musik und Theater München den Bachelor of Music in der Klasse des Schweizer Pianisten Prof. Adrian Oetiker zu beginnen. Bei ihm absolvierte er später auch den Master of Music und begann 2025 zusätzlich den Masterstudiengang Neue Musik. Parallel dazu studiert er seit 2025 Philosophie im Bachelor of Arts an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Wesentliche künstlerische Impulse erhielt er durch Meisterkurse und Unterricht bei Vladimir Stoupel und Joaquín Achúcarro. Im Jahr 2026 wurde er mit dem Musikstipendium der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt er Förderungen von Yamaha Music Europe sowie von der Fundación Botín (Santander, Spanien).
2026 trat er als Solist unter der Leitung von Manuel Tévar im Kammermusiksaal des Auditorio Nacional in Madrid auf, wo er die Uraufführung des preisgekrönten Werkes der I Bienal de Composición „Manuel de Falla" spielte. Außerdem spielte er ein Solokonzert mit Werken der Neuen Musik im schwere reiter (München). Frühere Auftritte umfassen Konzerte beim Inter­nationalen Festival Varna (Bulgarien, 2019 und 2025), beim Festival Estoril-Lisboa (2022) sowie in der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid (2023).
Ein wesentlicher Schwerpunkt seines Schaffens ist die zeitgenössische Musik. 2022 veröffentlichte er beim Label IBS Classical das Album Preludios para un joven pianista, für das er 19 iberische und hispano-amerikanische Komponistinnen und Komponisten mit jeweils einem Werk für Klavier solo beauftragte – darunter Tomás Marco, José Luis Turina, Jesús Torres, José Luis Campana, Iluminada Pérez Frutos und David del Puerto. Zudem arbeitete er eng mit Komponisten wie José María Sánchez-Verdú, Gustavo Díaz-Jerez und Isabel Urrutia an der Interpretation und Erarbei­tung ihrer Werke.
Er arbeitet regelmäßig mit dem Ensemble Oktopus der Hochschule für Musik und Theater München zusammen und kooperiert mit verschiedenen Institutionen im Bereich der zeitgenössi­schen Musik.

Geplante Veranstaltungen

So. 11.04.2027, 19h:     Yun-Ling Keng (Klavier) spielt J.S. Bach, M. Ravel, N. Kapustin, L. van Beethoven, J. Brahms, D. Suesse, F. Chopin; Kontrapunkt Klavierwerkstatt

Sa. 26.6.2027, 19 Uhr: Das Isura Quartett spielt ein reines Beethoven-Programm in der Kontrapunkt Klavierwerkstatt 

Änderungen und Ergänzungen behalten wir uns vor.


Besucher-Information

Sollten Sie unter Krankheitssymptomen leiden, bleiben Sie bitte der Veranstaltung fern.
Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich unter info@kammermusik-pasing.de . Die Teilnahme ist dann nur nach erfolgter Bestätigung möglich.