Willkommen bei der Kammermusik Pasing!

Kammermusik in Pasing ist eine Veranstaltungsreihe des Kulturforum München-West e.V.

Aktuelle Veranstaltungen

Kurzfristige Veränderungen und Ergänzungen müssen wir uns leider vorbehalten.


„Aus meinem Leben“

Vorkonzert für die Kammermusikreihe der Münchner Opernfestspiele

Kirche St. Wolfgang Obermenzing, Pippinger Str. 49 a

Hauptgiebel der Münchner Staatsoper

Fünf Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters haben sich zusammengefunden, um unter dem Leitgedanken „Aus meinem Leben“ drei herausragende Werke für Streichquartett und Streichquintett von der Spätromantik bis zur frühen Moderne aufzuführen.

In der letzten vollständig erhaltenen gotischen Dorfkirche Münchens werden folgende außergewöhnliche Kompositionen erklingen:

Das Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“ von Leoš Janáček, das Streichquartett Nr. 1 „Aus meinem Leben“ von Bedřich Smetana und das Streichquintett von Anton Bruckner. Alle diese Kompositionen sind besonders eng mit den Biografien oder der Gedankenwelt der Komponisten verbunden. Und sie sind im üblichen Konzertbetrieb eher selten zu hören. Lassen Sie sich berühren von dieser schicksalhaften, auch spieltechnisch äußerst anspruchsvollen Musik mit ihren Aufschwüngen und Abgründen.

Das Kammerensemble des Bayerischen Staatsorchesters besteht aus :

Michele Torresetti (1. Violine)
Immanuel Drißner (2. Violine)
Anne Wenschkewitz (Viola)
David Ott (Viola)
Dietrich von Kaltenborn (Violoncello)

Eintritt: 25 €, für Mitglieder 20 €, für Schüler*innen und Studierende 5 €

Verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter: info@kammermusik-pasing.de

Leoš Janáček schuf sein Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“ 1923 im Alter von 69 Jahren unter dem Eindruck der gleichnamigen Novelle von Leo Tolstoi. Sie schildert ein Beziehungsdrama mit katastrophalem Ausgang: Ein alternder Ehemann steigert sich in Eifersucht und Hass hinein, als er bemerkt, wie seine junge Ehefrau beim Spielen der Kreutzersonate von Beethoven mit einem befreundeten Geiger emotional aufblüht Schließlich ersticht er die vermeintliche Ehebrecherin.  Janáčeks Musik zeichnet das Psychogramm einer zerrütteten Ehe musikalisch nach in einem expressiven, collagehaften Stil zwischen Wohllaut und Geräusch - eine düstere und erschütternde Seelenmusik an der Schmerzgrenze mit erkennbarer Empathie für das Schicksal der Frau.

Der Titel von Bedřich Smetanas 1876 entstandenem Streichquartetts Nr. 1 „Aus meinem Leben“ ist Programm. Es zeichnet den glücklichen Lebensweg des Komponisten nach bis zu dem Zeitpunkt, in dem sich die durch Syphilis ausgelöste Taubheit durch einen schrillen Tinnitus ankündigt. Dieses kommende Unglück deutet sich bereits im ersten Satz mit seiner schwärmerischen Grundstimmung an und mündet schließlich in die musikalische Veranschaulichung des Tinnitus durch ein extrem hohes E im Vierten Satz, mit dem der zunächst hochgestimmte, freudetrunkene Satz in sich zusammenbricht.

Anton Bruckners 1879 vollendetes Streichquintett ist sein umfangreichstes und bedeutendstes Kammermusikwerk. Es ist, wie seine Symphonien, von Naturmystik und Religiosität durchdrungen. Im Adagio fällt die thematische Nähe zur Trauermusik auf Richard Wagner in Bruckners Siebter Symphonie auf. Besonders eindrucksvoll erscheinen die hymnischen Satzschlüsse der Ecksätze.

Die Mitglieder des Kammerensembles des Bayerischen Staatsorchesters blicken auf  langjährige Engagements beim Bayerischen Staatsorchester zurück und haben vor ihrer Zeit im Staatsopernorchester breite Erfahrungen bei renommierten Symphonie- und Kammerorchestern gewonnen. Darüber hinaus sind sie auch solistisch tätig. Am 17. Mai dieses Jahres wurde Dietrich von Kaltenborn vom Bayerischen Kunstminister Markus Blume zum Bayerischen Kammermusiker ernannt.

Die im Kirchenraum geltenden Infektionsschutzregeln sind uns noch nicht im Einzelnen bekannt. Bitte stellen Sie sich aber darauf ein, dass Sie auch an Ihrem Platz während des Konzerts eine Maske tragen müssen.

Münchner Holzbläserquintett

Park des Ebenböckhauses, Ebenböckstraße 11

Zwischen Tag und Traum 
Musik für Holzbläserquintett aus Romantik und klassischer Moderne

Das Münchner Holzbläserquintett überrascht sein Publikum immer wieder mit seiner exquisiten, perfekt ausbalancierten Klangkultur und einer ausgesprochen originellen Programmgestaltung. Das klangliche Ausdrucksvermögen und das musikalische Können eines jeden Einzelnen verschmelzen zu einer perfekt ausgearbeiteten Homogenität des ganzen Ensembles.

In einer sommerlichen Serenade im Ebenböckpark präsentiert das Münchner Holzbläserquintett Werke aus Deutschland und Frankreich mit romantischem Charakter und liedhafter Melodik, aber auch Kompositionen von impressionistischer Leichtigkeit, ausgeprägter Rhythmik und ironischem Gestus.

Die Besetzung mit Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn verspricht ein abwechslungsreiches Notturno im Park mit einem vielfältigen Spektrum musikalischer Farben.

Eintritt: 25 €, für Mitglieder 20 €, für Schüler*innen und Studierende 5 €

Bei Schlechtwetter fällt die Veranstaltung aus.
Regentelefon: 0170 93 50 701 Klaus Herber

Wir bitten um Anmeldung unter: info@kammermusik-pasing.de

Ein Ziel verbindet die Mitglieder des Münchner Holzbläserquintetts seit ihrer Gründung: Kammermusik aus Leidenschaft auf höchstem Niveau zu präsentieren. Besonders geschätzt wird die musikalische Umsetzung "in farbig moderner Klangvielfalt, reizvollen Effekten und facettenreichem Ausdruck" (Süddeutsche Zeitung). Auf ihren musikalischen Reisen nehmen sie die Zuschauer mit durch alle Epochen der Quintettliteratur. Die ständige Suche nach weiteren Klangmöglichkeiten und technischer Perfektion im Zusammenspiel zeichnen die besondere Note des Quintetts aus. Eben diese Herausforderung stellt auch den besonderen Reiz der Gattung des Holzbläserquintetts dar. 

Dem Münchner Holzbläserquintett gehören Musikerinnen und Musiker aus vier Nationen an:

Serena Aimo (Flöte)
Hideki Machida (Oboe)
Cornelia Göbel (Klarinette)
Tadjia Minčić (Fagott)
Michael Gredler (Horn)

Im Ebenböckpark werden Originalkompositionen für Bläserquintett des 19. und frühen 20. Jahrhunderts erklingen:

Franz Danzi (1763 - 1826), Bläserquintett g-Moll op. 56 Nr. 2
Paul Hindemith (1895 - 1963), Kleine Kammermusik für fünf Bläser op. 24 Nr. 2
Paul Taffanel (1844 - 1908), Quintett g-Moll für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn
Darius Milhaud (1892 - 1974), Suite „La Cheminée du Roi René“

Von Franz Danzi erschienen ab 1821 insgesamt neun Bläserquintette. Ihn reizten an dieser Gattung die vielfältigen farblichen Nuancierungsmöglichkeiten dieses Bläsersatzes. Stilistisch steht seine Musik in der Mitte zwischen Mozart und Carl Maria von Weber.

In der Kleinen Kammermusik von Paul Hindemith aus dem Jahr 1922 wechseln sich rhythmusbetonte, tänzerische Sätze ab mit zart-impressionistischen Sequenzen und träumerischen Passagen. Im Zentrum der Suite steht ein Adagio, das der Komponist mit der Vortragseigenschaft “Ruhig und einfach“ versehen hat.

Paul Taffanel war einer der bedeutendsten Flötisten des 19. Jahrhunderts und Gründer von Kammermusikvereinigungen, dem die Wiederentdeckung der Bläsermusik Mozarts und anderer Komponisten der Wiener Klassik maßgeblich zu verdanken ist. Sein Quintett ist inspiriert von den großen Opern Meyerbeers, Gounods und Wagners und glänzt vor allem durch seine reiche Melodik.

Darius Milhaud schrieb sein Quintett „La Cheminée du Roi René“ ursprünglich als Filmmusik zum Film Cavalcade d'amour. Der Film erzählt ein und dieselbe Liebesgeschichte zu drei verschiedenen Zeiten. Milhaud komponierte seine Suite für die mittelalterliche Episode, die einen bunten Reigen von Festlichkeiten am Hofe des Königs René aus dem Hause Anjou zeigt. Nach dem Auftritt des Gefolges des Königs (Cortège), dem Morgenständchen (Aubade), den Künsten der Jongleure, der nicht übersetzbaren Episode „La Moussinglade“, dem Lanzenstechen (Joutes sur l'Arc) und der Jagd (Chasse à Valabre) endet die Komposition mit einem nächtlichen Liebesgesang (Madrigal nocturne).

Besucher-Information

Unser aller Gesundheit und Sicherheit sind wichtig. Daher halten wir uns an die jeweils gültigen Infektionsschutz-Vorschriften des Bayerischen Gesundheitsministeriums bzw. an die Hygienekonzepte der jeweiligen Häuser, in denen unsere Veranstaltungen stattfinden. Näheres erfahren Sie in unseren Einladungen oder mit den Reservierungsbestätigungen.
Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich unter kulturforum.muenchen-west@web.de oder bei unserer Kammermusikreihe unter info@kammermusik-pasing.de . Die Teilnahme ist dann nur nach erfolgter Bestätigung möglich.
Sollten Sie unter Krankheitssymptomen leiden, bleiben Sie bitte der Veranstaltung fern.