Programm

Sonntag 15. März 2015 um 19 Uhr

MVHS Zentrum Bäckerstraße 14, im ehemaligen Rathaussaal Pasing


Schumann Quartett

Barbara Burgdorf | Violine, Traudi Pauer | Violine, Stephan Finkentey | Viola Oliver, Göske | Cello

mit Nobuko Nishimura | Klavier


W. A. Mozart Klavierquartett g-moll KV 478 (1785)

Allegro
Andante
Rondo. Allegro moderato

A. Dvořák Streichquartett d-moll op. 34 (1877)

Allegro
Alla Polka
Adagio
Finale: Poco allegro

L. van Beethoven Streichquartett Nr. 14 cis-moll op. 131

Adagio ma non troppo e molto espressivo (cis-Moll)
Allegro molto vivace (D-Dur)
Allegro moderato (h-Moll – E-Dur)
Andante ma non troppo e molto cantabile (A-Dur)
Presto (E-Dur)
Adagio quasi un poco andante (gis-Moll)
Allegro (cis-Moll)

 

 

Zu Mozarts Klavierquartett g-moll lesen wir im http://www.kammermusikfuehrer.de:
"Wie neuartig dieses Stück auf die Zeitgenossen gewirkt haben muss, wird noch heute in den ersten Takten spürbar. Das schroffe Hauptthema tritt unvorbereitet ein, mit einer Energie, die an Beethovens Fünfte Sinfonie erinnert. Es beherrscht den gesamten ersten Satz, wird ins Piano zurückgenommen, in die linke Hand des Klaviers versetzt, führt zu einer komplizierten Durchführung und einer wilden Coda. Über der Dynamik dieses Hauptthemas vergisst man fast, dass der Satz insgesamt vier Seitengedanken aufweist - eine verschwenderische Themenfülle, die für den Mozart der Figarozeit typisch ist.

Das Andante mildert den Ernst der Einleitung. Es ist ein lyrisches Intermezzo über zwei betont schlichte, liebliche Themen, die Klavier und Streicher im Dialog entfalten. Das Rondofinale wartet mit einer Fülle vitaler Tanzthemen auf. In der Durchführung klingt freilich die Erregung des ersten Satzes noch nach, und die Coda - nach einem dramatischen Trugschluss - entlockt dem Thema, wie im ersten Satz, ungeahnte Pointen."

Dvořáks Streichquartett d-moll wurde in nur 12 Tagen niedergeschrieben, zwischen dem »Stabat mater« und der ersten Serie der »Slawischen Tänze«. Dvorák widmete es Brahms, der den Komponisten zu einer Reihe von Verbesserungen anregte, das Werk aber sogleich (zusammen mit dem E-Dur-Quartett) seinem Verleger Simrock empfahl; da Simrock mit der Veröffentlichung zögerte, erschien das d-Moll-Quartett schließlich 1880 bei Schlesinger. – Das Werk ist in vieler Hinsicht ein Gegenbild zum E-Dur-Quartett: in der melancholischen, nur im Finale zu dramatischer Erregung gesteigerten Grundhaltung dem älteren Werk sehr ähnlich, in der thematischen und formalen Konzentration und im Vorherrschen einfacher Satztypen (Melodie mit Begleitung) diametral entgegengesetzt.

Beethoven schrieb sein Streichquartett Nr. 14 von Ende 1825 bis Juli 1826 direkt im Anschluss an das Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130. Im Gegensatz zuden vorangegangenen Quartetten verlieren die Sätze im cis-Moll-Quartett an Eigenständigkeit in dem Sinne, dass im Autograph klare Abtrennungen zwischen den einzelnen Sätzen fehlen. Diese sind erst in der Partiturabschrift für den Schott-Verlag vermerkt. (nach Wikipedia)

"Auf ein instrumentales Rezitativ (3. Satz, Allegro moderato) folgt anstelle der Arie ein wunderbar gelöstes A-Dur-Andante, an das sich sieben Variationen anschließen. Mit Recht hat man diesen Satz ein Quartett im Quartett genannt, enthalten die Variationen doch alle Satzcharaktere eines vollständigen Streichquartetts: Andante mit 1. Variation als Einleitung, ein più mosso als Quasi-Allegro über gleichmäßigen Staccatoakkorden, ein seufzendes Andante mit Dialogen der Unter-und Oberstimmen, zwei wundersame Adagiosätze, die ein Quasi-Scherzo in Doppelgriffen einrahmen, und ein kapriziöses Allegretto-Finale.

Auf dessen Pizzicato-Schluss folgt das eigentliche Scherzo des Quartetts, ein fast 500 Takte langes Pulsieren aller Stimmen in Staccato-Achteln und quicklebendigen Dreiklangsthemen.

Das cis-Moll-Finale mit seinem ruppigen Hauptthema wird von einem gis-Moll-Adagio eingeleitet, in dem die Bratsche die melodische Führung hat. Auf diese Weise reihen sich im gesamten Quartett, das Scherzo ausgenommen, die Sätze zu Paaren: Fuge und Allegro, Rezitativ und Arie (Variationen), Scherzo, langsame Einleitung und Finale." (www.kammermusikfuehrer.de)